Chronik

Liebe Freunde und Gönner unseres Vereins,

nachdem wir 2014 das 100-jährige Jubiläum des Vereins gleich drei Tage lang gefeiert haben, wurde am 20.06.2015 ab 13Uhr unter dem Slogan „Mit Kimme und Korn ins 2. Jahrhundert“ der erste Scheibenkönig bzw. die erste Scheibenkönigin einer neuen Vereins-Epoche ausgeschossen.

Das Schützenfest hat in Leeseringen eine lange Tradition, die vom Verein gepflegt wird. In der Historie des Schützenvereins Leeseringen wird 2015 der 86. Scheibenkönig proklamiert (wegen der beiden Weltkriege gab es Unterbrechungen). Als besonderen Service bieten wir Ihnen hier unsere 194-seitige Chronik als pdf-Dokument an.

Viel Spaß beim Rückblick in die letzten 100 Jahre des Vereins. Restexemplare in Buchform sind erhältlich, nehmen Sie hierfür bitte Kontakt mit uns auf.

Die Entwicklung unseres Schützenvereins

von 1914 bis zu seinem 50-jährigen Jubiläum am 31.12.1964

♦ Unter dem Namen „Schützenverein Leeseringen – Nienburger Bruch“ wurde unser Verein am 13.6.1914 bei Anwesenheit von 40 Gründungsmitgliedern gegründet und gab sich seine Satzung.

♦ Gründungsvorsitzender und „Präsident“ war Wilhelm Borcherding, der den Verein von 1914 – 1923 leitete.

♦ Der erste Schießstand wurde an geeigneter Stelle „am Osterberge“ eingerichtet.

♦ Gründungsgaststätte war das Gasthaus Lindenhof unter Pächter Georg Deterding.

♦ Als der „Schützenverein Leeseringen – Nienburger Bruch“ 1914 ins Leben gerufen werden sollte, gab es große Schwierigkeiten. Der damalige Bürgermeister war dagegen. So machten sich die Gründungsmitglieder Fritz Buchholz, August Menze und Wilhelm Borcherding auf nach Hannover zum Regierungspräsidenten und holten sich dort die Genehmigung.

♦ Im §1 der Gründungssatzung war kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges geregelt, dass die Vereinsgründung auch militärische Motive hatte. Der Verein hatte „seine Mitglieder im Gebrauch der Schusswaffe zu vervollkommnen, um dadurch gegebenen Falles dem Vaterland zu helfen.“

♦ Vorsitzender von 1923 – 1953 war Otto Vogel.

♦ 1924 wurde die erste Fahne des Schützenvereins von Schützenverbandsvorsitzenden Dr. Hellwege aus Liebenau geweiht. Sie befindet sich heute in der Vitrine im Schützenhaus unter Glas.

♦ Von 1914 – 1935 hatte der Schützenverein noch kein eigenes Gewehr. Bei Bedarf stellte der damalige Kreisschießwart Weimann aus Liebenau ein Gewehr zur Verfügung. Geschossen werden durfte nur unter seiner Aufsicht. Er setzte bei in Leeseringen stattfindendem Schießen mit der Fähre regelmäßig über die Weser.

♦ 1936 beschaffte der Verein ein eigenes Großkaliber-Gewehr. Schießmeister war Fritz Finze.

♦ Die erste Schützenkette (heutige Kaiserkette) wurde vom Nienburger Juwelier Paul Bettels gestiftet.

♦ Der Schützenverein nahm in den 20er Jahren regelmäßig am Verbands-Pokalschießen teil. Gefahren wurde dorthin mit dem Fahrrad.

♦ Nach dem 2. Weltkrieg wurde ab 1951 wieder regelmäßig ein Schützenkönig mit dem Luftgewehr ausgeschossen. Schützenkönig wurde Karl Lehmann. Auch die Tradition der Erntefeste mit Erntekranzbinden wurde fortgesetzt. Es waren gemütliche Zeltfeste mit Tanz bei Festwirt Fritz Steinhauer.

♦ Der Schießstand wurde 1953 in Eigenleistung renoviert. Alle Schützenbrüder waren verpflichtet, sich auf Abruf zur Verfügung zu stellen. Bei Nichterscheinen war eine Buße von 3,00 DM fällig. Anregungen wurden in Drakenburg geholt. Zur Bewegung der Erdmassen kamen die Schützenbrüder mit eigenen Gespannen.